Tack Tack

Tack Tack„Geschlossen, geschlossen, geschlossen, alles geschlossen. Ich komme an. Ich öffne unzählige Schlösser, laufe die provisorische Treppe hinauf und da ist sie und wartet auf mich. Ich entferne das Tuch und betrachte die staubige kalte Form. Ich wische den Staub ab und streichle sie immer wieder. Behutsam säubere ich ihre Rückseite, den Sockel, die Seiten. Ich bin verzweifelt, glücklich bei ihr zu sein, meine Finger gleiten über die Tasten und sofort setzt sich alles in Bewegung. Das Tack, Tack, das Klingeln, die Musik beginnt, zunächst langsam, dann schneller, jetzt in voller Geschwindigkeit. Mauern, Bäume, Straßen, Kathedralen, Gesichter und Strände, Zellen, winzige Zellen, riesige Zellen, Sternenhimmel, nackte Füße, Pinien, Wolken, hunderte, tausende, eine Million kleiner Papageien, ein Schemel, eine Kletterpflanze. Sie alle eilen herbei, alle finden sich ein, alle kommen zu mir. Die Wände dehnen sich aus, das Dach verschwindet und man beginnt ganz natürlich zu schweben. Man schwebt, schwebt hingerissen, schwebt mitgerissen, emporgehoben, getragen, beflügelt, verewigt, errettet, dank diesen feinen beständigem Rhythmus, dieser Musik, dank diesem immerwährenden Tack, Tack.“ 

(Reinaldo Arenas)